Ehemaligentreffen der 70er & 80er
Rund 40 ehemalige Besucher trafen sich im Jugendhaus zum „Ehemaligentreffen“ – Höhepunkt war eine Bilderschau mit digitalisierten Aufnahmen aus den 70er- und 80er-Jahren des Jugendhauses
Rund 40 ehemalige Besucherinnen und Besucher des Jugendhauses Bastille sind am Samstag, 16. Mai, zu einem „Ehemaligentreffen“ in der Rommelsbacher Straße 21 zusammengekommen. Eingeladen hatten Eddi, der das Haus selbst bis Anfang der 1980er-Jahre als Jugendlicher besuchte, gemeinsam mit Ingo Glöckler, dem Leiter des Jugendhauses, der die Idee von Beginn an unterstützte. Angesprochen waren alle, die das Jugendhaus zwischen 1975 und Mitte der 1980er-Jahre, damals selbst als 15- bis 21-Jährige mitgeprägt haben.
Ab 18 Uhr trafen die Gäste nach und nach ein, viele sahen sich nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder. Bei Getränken und Roter Wurst an der Feuerstelle wurde über Beruf, Familie und gemeinsame Erinnerungen gesprochen. Wieder zur Sprache kamen auch die früheren Arbeitsgemeinschaften – allen voran die Handwerks-, Disco-, Foto- und Fußball-AG, die in den 70er- und frühen 80er-Jahren regelmäßig Turniere gegen andere Vereine und Jugendhäuser ausgetragen hat.
Höhepunkt des Abends war eine Bilderschau im ehemaligen Diskobereich des Hauses. Claus Bense, ab 1975 selbst Mitglied der Foto-AG und mit dem Entwickeln seiner Aufnahmen im hauseigenen Fotolabor vertraut, hatte die alten Negative aus der Bastille von Ingo bekommen, digitalisiert und dem Jugendhaus wieder jetzt Digital zur Verfügung gestellt. Auf der Leinwand erkannten sich viele Gäste in ihren jungen Jahren wieder – bei Musik aus den 70ern und 80ern wanderten alle Blicke nach vorn. Die Reaktionen reichten von „coole Bilder“ über „viel Arbeit“ bis „gute Idee, das Ganze“.
Alle Anwesenden verständigten sich darauf, evtl. ein nächstes Treffen 2028 oder 2029 ins Auge zu fassen. Über WhatsApp, E-Mail und Mundpropaganda sollen bis dahin weitere Ehemalige des Jugendhauses Bastille erreicht werden.
Zum Hintergrund: Das Jugendhaus in der Rommelsbacher Straße geht auf das 1963 gegründete „Kuratorium Jugendhaus e.V.“ zurück. 1964 stellte die Stadt Reutlingen die leerstehende Villa des Fabrikanten Jope zur Verfügung, Trägerin wurde die Stiftung Jugendwerk Reutlingen. Eröffnet wurde das „Jugendhaus der offenen Tür“ am 30. Januar 1965. Nach einer vorübergehenden Schließung 1974 erkämpften 1975 rund 400 Jugendliche mit einem Fackelzug zum Rathaus die Wiedereröffnung – seither trägt das Haus den Namen Bastille. Von 1975 bis 1977 fanden zahlreiche, gut besuchte AGs statt; ab 1977 etablierte sich die Bastille zudem als beliebter Discoraum der Stadt.
